| International |
La Gomera |
Rote Wand |
| Rote Wand Agulo | 20. November 2008 |
| Tag 1 von 1 | Auf 550 m ab 550 m |
| Strecke 11 km | Gehzeit 4:30 |
| Karte Kompass 231 La Gomera | WWW |
| Anreise/Strecke | |
La Puntilla - timah Bus bis Parkplatz Nähe Agulo - Rote Wand - Juego de Bolas - ab hier Richtung NW, Wander-Karrenweg - Agulo - timah Bus La Puntilla |
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| Beschreibung | |
Die heutige Tour ist laut timah Plan mit drei Wanderschuhen gekennzeichnet, was soviel wie "anspruchsvoll" bedeutet. Und tatsächlich sind diesmal max. 30 Personen gekommen, was endlich eine kleinere Gruppe ermöglichte. Wir fahren zum angeblich schönsten Dorf La Gomeras, in den Norden nach Agulo. Schon die Anreise ist abenteuerlich, mit dem Bus auf diesen engen, steilen Gebirgsstrassen. Es war kein Gegenverkehr - zum Glück, den irgendeiner hätte weit zurückschieben müssen. Oberhalb von Agulo, mit schönem Ausblick dorthin und auf Teneriffa, ist ein Parkplatz, wo wir uns mit dem zweiten Wanderführer treffen sollen. Der kommt nicht - was ist los? Kurze Erklärung: es ist der Däne, mein Freund, und der hat entweder verschlafen oder ist zum falschen Treffpunkt gefahren. Egal, jetzt fällt er wirklich unangenehm auf. Nach einer halben Stunde erscheint er dann. Ich schliesse mich wieder der Gruppe von Chris an, auf der sicheren Seite des Urlaubes. Was soll ich sagen: vor uns das Dorf und das Meer. Hinter uns eine senkrechte Felswand, die rot ist. Heisst das wirklich, dass wir da Richtung Himmel hinaufgehen? Ja. Kurz und bündig - ja. Serpentinen gibts auf La Gomera nur für Autostrassen. Zick - zack hinauf für Fussgänger wurde sicher nicht hier erfunden. Der Weg die Rote Wand hinauf macht auch nur ein paar kleine Schlenker, wenn Felsen umgangen werden, oder wenn es unter einer Wasserleitung gefahrlos hindurchgeht. Ansonsten: senkrecht, ohne Rücksicht auf Verluste. Die Wasserleitung ist insoferne gefährlich, als durch Berührung diese zu schwingen beginnt, und dadurch Steinschlag ausgelöst werden kann. Dafür machen wir rasend schnell die Höhenmeter und die Aussicht wird immer spektakulärer. Fast oben angelangt, kommt endlich ein waagrechter Quergang, der zum Rasten und fotografieren einlädt. Bis hierher werden es ca. 300 Hm gewesen sein. Leicht hügelig geht es weiter, durch Gärten und Felder, bis oben auf den Hügeln man die Dächer von Juego de Bolas sieht, dem Besucherzentrum. Noch einmal etwa 250 Hm steil bergauf. Oben angelangt, gibts einmal Mittagsrast. Dieses Besucherzentrum ist ganz fantastisch angelegt und verfügt über alle Pflanzenarten, die auf La Gomera wachsen. Penibel beschriftet, was man gerade ansieht. Hier bräuchte man sicher zwei Tage, um die Flora der Insel näher kennenzulernen. Ein sehr schöner Platz. Der Abstieg führt uns durch die sog. "Marslandschaft", über rote Erde in allen Abstufungen. Wieder recht eindrucksvolle Ausblicke auf Teneriffa und den Teide. Der Weg geht schliesslich in einen ehemaligen Karrenweg über, wieder mit diesen unbequemen Steinen gepflastert, bei denen jeder Schritt eine Balanceübung ist. Vorbei an - zur Zeit - ausgetrockneten Wasserfällen (später sehen wir Fotos, wenn hier Wasser hinunterrauscht - beeindruckend). Ebenso die Ausblicke auf den Atlantik und die Felsformationen sind hier ganz beeindruckend. Bald ist die Autostrasse nach Agulo erreicht, das jetzt östlich von uns liegt. Chris erklärt uns, dass wir wegen eines abgestürzten Weges (der gerade wieder aufgebaut wird) 100 Meter durch einen Tunnel gehen müssen. Also schön im Gänsemarsch durch das dunkle Loch, und bei dem wenigen Verkehr ist zum Glück keine grose Gefahr gegeben. Was sehen wir am anderen Ende des Tunnels? Den verschütteten Weg, eine Riesentafel mit einem Verbotsschild drauf, den Weg zu begehen, und den Dänen, der seine Gruppe trotz Verbot und Absturzgefahr da durchführt. Also spätestens jetzt wundert mich bei dem gar nichts mehr. Nach einem kurzen Rundgang durch Agulo, welches wirklich einen sehr schönen Ortscharakter hat, folgt die abschliessende Rast in einem Restaurante. Mit Blick auf die Wand, die wir heute früh hinauf sind. Für mich war das die letzte Wanderung in diesem Urlaub. Ein bisschen wehmütig bin ich eigentlich schon. Die Eindrücke von La Gomera waren schon sehr nachhaltig. Einn Ausflug sollte noch kommen, allerdings keine Wanderung, sondern Wal- u. Delphinbeobachtung mit ozeano whalewatching in Vueltas. Sehr empfehlenswert, sehr familiär geführt und erklärt, aber das ist eine andere Geschichte. |
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