| International |
La Gomera |
Garajonay El Cedro |
| Garajonay - El Cedro 1437 m |
12. November 2008 |
| Tag 1 von 1 | Auf 300 m ab 700 m |
| Strecke 10 km | Gehzeit 4:00 |
| Karte Kompass 231 La Gomera | WWW lokale Wanderwege im Nationalpark |
| Anreise/Strecke | |
Bus von timah ab La Puntilla bis Parkplatz "canada de amaya" im Parque Nacional de Garajonay. Aufstieg zum Garajonay. Durch den Bosque de Cedro zur Kapelle Nuestra Senora de Lourdes. Aufstieg zum Parkplatz Degollada del Bailadero. Timah Bus retour nach La Puntilla. |
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| Beschreibung | |
Nach einem vollen Tag der Gewöhnung an La Gomera und das Valle Gran Rey, geht es heute erstmalig mit dem timah - Wanderclub auf Entdeckungstour. Die Touren mit timah habe ich schon vorab von zu Hause übers internet gebucht. Bei Buchung von vier Touren gab es einen netten Rabatt. Na ja, die erste Enttäuschung kam gleich bei der Abfahrt von La Puntilla. Der Bus mit ca. 60 Plätzen war voll ausgebucht. Das erforderte eine Aufteilung am Ausgangspunkt der Wanderung in vier Gruppen. Es war genau die Situation, die ich nicht wollte: Stress, Gedränge, Geplärre, zu viele Leute auf einem Haufen. Dazu kam dann noch eine relativ grosse Gruppe von 15 Personen, die da durch die Wälder hetzte. Unsere Anführerin war Petra, die zwar bemüht die Naturwunder von La Gomera erklärte, aber ein Tempo an den Tag legte, dass ich fast nicht zum fotografieren gekommen bin. Zumindestens nur dann, wenn Gruppenhalt und Gruppenpause verordnet wurde. Es war kein Wanderrhytmus zu finden: einerseits das schnelle Tempo, dann wieder völlig unmotivierte Pausen, wenn man endlich im Gehen "drin" war. Andererseits, ohne den organisierten Tourablauf wären die Wanderungen nicht oder nur sehr schwer durchzuführen gewesen, da (eigentlich bei allen Touren, ausser Rote Wand) Anfangs -u. Endpunkt unterschiedlich waren. Aber nun zu den schönen Erlebnissen: sanft geht es hinauf zum Garajonay, ab Parkplatz ca. 200 Hm. Der Wald ist licht, der Himmel blau und die Temperatur angenehm. Etwas höher oben bieten sich fantastische Ausblicke auf den Teide via a vis im Osten. Das ist schon ein Riesenbrocken von Berg, wenn man ihn einmal in natura sieht. Am Gipfel des Garajonay wird gerastet, immer, wenn eine Gruppe kommt, verlässt die zuvor gekommene den Rastplatz. Dazu kommen natürlich noch weitere Ausflügler, die die Tour auf eigene Faust machen. Im Westen bietet sich der Blick auf La Fortaleza, auch Festung oder Tafelberg, genannt - das Ziel einer weiteren Wanderung. Ganz im Hintergrund im Westen, sieht man den La Merica, den Hausberg vom Valle Gran Rey. Der Abstieg führt uns durch den Bosque del Cedro, den saftig grünen Regenwald. Dieser ist auf Grund seiner selten gewordenen Art UNESCO - Weltkulturerbe. Da finden sich Exoten wie ein 20 Meter hoher Erika - Baum, im Prinzip die selbe Art wie bei uns der rosa blühende Strauch mit 20 cm Höhe. An Lorbeer gibt es, wenn ich mich recht erinnere, sieben verschiedene Arten. Keine davon taugt für den Kochtopf, der Lorbeer als Gewürz kommt aus dem Mittelmeeraum. Die Einheimischen verwenden den La Gomera Lorbeer trotzdem zum Würzen. In diesem Wald bleibt alles wie es ist, bzw. liegt und fällt, der Mensch greift hier nicht (mehr) ein. Weiter unten stehen einige riesige Esskastanienbäume. Und ob die Pilze in der feuchten Wiese wohl geniessbar sind? Entlang eines kleinen Bächleins mit idyllischem Wasserfall, erreichen wir die Ermita Nuestra Senora de Lourdes. Dort wartet ein Rastplatz mit ein paar Tischen und Bänken, und einer Quelle mit frischem, kühlen Wasser. Auch die Luft ist kühl, es ist bewölkt und hier im tiefen Wald ist es auch feucht. Die Rast wird zügig, rasch verbracht (ein Sandwich, ein Apfel, in Rekordzeit essen, und weiter gehts). Es folgt bis zum Ende der Tour, noch eine "Bergwertung". Ab der Kapelle ist noch ein Stück Weg durch dichten Regenwald und alle Schattierungen von Grün, dann wechselt der Weg auf eine mit Steinplatten gepflasterte Strasse. Und die hat es in sich: in Kurven gehts den Hügel hinauf, immer gleichmässig steil bis zum Parkplatz, wo der Bus schon wartet. Im timah Prospekt steht zwar, dass die Wanderung auch zum Dorf El Cedro führt. Also, dort waren wir nicht. Wird wohl dem husch - husch Tempo zum Opfer gefallen sein und wir sind einen Abkürzer hinaufgegangen. Zum Glück habe ich ein Reserve T-Shirt eingepackt, und kann das total durchgeschwitzte shirt ausziehen. Die Rückfahrt nach La Puntilla dauert ca. eine Stunde, und jetzt kommt, was es nur hier im Urlaub gibt: ab an den Strand, rein in den Atlantik, und dann ein kühles Dorada - ha, das nenne ich Urlaub!
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