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Donauradweg 2008 |
Tag 1 Passau - Exlau |
| Donauradweg Tag 1 | 12. Mai 2008, ab Passau |
| Tag 1 von 4 | Auf 0 m ab 0 m |
| Strecke Passau - Exlau | Fahrzeit 5:00 |
| Karte "Donauraum", 3 tlg., Hrsg. Verbund | Radweg |
| Anreise/Strecke | |
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Ab Wien Westbahnhof 07:40 bis Wels. Dort kurze Wartezeit, umsteigen am selben Gleis in den Regionalzug nach Passau. Ankunft Passau 11:05. Passau - Jochenstein - Engelhartszell - Wesenufer - Schlögener Schlinge - Exlau, 55 km.
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| Beschreibung | |
Vorab - danke Öbb für die im Endeffekt unkomplizierte Anreise (mitsamt Fahrrad im selben Zug) nach Passau. Was ich allerdings bei der Vorbereitung an widersprüchlichen Auskünften seitens Öbb Beamten bekommen habe, war haarsträubend. Geht nicht, fährt nicht, keine Ahnung wegen Fahrrad, usw., usf. waren die Standard Auskünfte - bis ein Schalterbeamter am Meidlinger Bahnhof das Karnickel aus dem Hut gezaubert hat und mir die präzisen Zugverbindungen inkl. Fahrrad sagen und ausdrucken konnte (selbst im Internet zu suchen ist wegen der Fahrradmitnahme ziemlich aussichtslos).
Nun zum wesentlich schöneren Kapitel: pünktliche Ankunft in Passau, Pfingstmontag, sowas von einem Prachtwetter, da legst di nieder... oder man bahnt sich einen Weg durch die Menschenmassen in Passau. Der Radweg war wegen Überfüllung unbenutzbar, was heisst, auf die Strasse auszuweichen und mit den Autos mitzurollen. Aber nicht lange, und rüber über die Brücke ans linke Donauufer. Das haben mir fortgeschrittene Donauradwegbenutzer geraten. Am linken Ufer bleiben, die deutsche Strecke ist die wesentlich schönere als die österreichische. Was glaube ich auch so stimmt, denn ich bin in D gemütlich in der Au gefahren, während in A der Radweg neben der Bundesstrasse führt (soweit ich das halt gesehen habe). Zeitweise kommt ein bisschen Gegenwind auf, halb so schlimm, und sehr bald ist Jochenstein und damit die Staatsgrenze erreicht. Bis hierher waren doch immer wieder grössere Radfahrergruppen unterwegs, die Biergärten sind bis auf den letzten Platz voll (was mich als Vorbeifahrer weiter nicht gestört hat). Ab Jochenstein, erst recht unterhalb von Engelhartszell, wird es trotz des Prachtfeiertages ruhig auf der Strecke. Vis a vis von Engelhartszell am Bootsanleger, studiere ich die Landkarte und komme mit einem Pfarrer ins Gespräch. Der Gottesmann kennt die Strecke sehr genau und gibt mir die entscheidenden Ratschläge bis weit donauabwärts, bis Melk. Kurz gesagt: links bleiben, ist schöner. Das habe ich auch gemacht, danke an dieser Stelle, mit einer Ausnahme: bei Mauthausen rüber nach rechts, ins Mostviertel. Aber dazu später. Weiter gehts in angenehmen Tempo, so zwischen 18 u. 20 km/h bis zur Schlögener Schlinge. Dort ist es wirklich umwerfend schön (im Nachhinein, diese Gegend hat mir am Besten gefallen). Hier gibt es zwei Möglichkeiten: mit der Fähre ans rechte Ufer und weiter mit dem Rad nach Inzell, dort nochmals auf die Fähre und ans linke Ufer. Oder: die ganze Schlögener Schlinge auf einen Rutsch mit dem Boot durchzufahren - was ich getan habe. Hat mir gut gefallen, diese Fähre legt auch in Inzell an, und fährt dann rüber, in die Nähe von Weikersdorf. Die Pause am Schiff hat gut getan und flott geht es weiter. Obermühl kommt in Sicht, es ist ca. 16:00, und ich denke erstmalig an ein Quartier für die Nacht und natürlich ein Abendessen. Am Horizont taucht Untermühl auf, am Berg wird das Schloss sichtbar. Unmittelbar davor ist Exlau, eigentlich kein Ort, mehr ein Flurname. Dort ist das gleichnamige Wirtshaus, welches mir gleich von aussen gut gefällt. Ein Zimmer haben sie auch frei, somit ist heute um 17:00 der erste Radtag erledigt. Der Hintern tut mässig weh (haha! viel trainiert vorher!), die heisse Dusche ein Genuss, frisches T Shirt an und runter zum Bier in den Gastgarten - unter einem blühenden Kastanienbaum, am Donauufer. Es ist so schön, es ist schon kitschig.
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