Donauradweg Tag 3 14. Mai 2008, ab Wallsee
Tag 3 von 4 Auf 150 m ab 80 m
Strecke Wallsee - Melk Fahrzeit 5:00
Karte "Donauraum", 3 tlg., Hrsg. Verbund

Radweg

Anreise/Strecke  

Wallsee - Ardagger - Grein - Strudengau - Ybbs - Pöchlarn - Melk, 60 km

Beschreibung

In der Früh mache ich noch einen Rundgang durch Wallsee. Der Ort liegt ganz idyllisch, die Wirtin hat mir vorher ein paar schöne Aussichtsplätze genannt.

Vor der Abfahrt empfiehlt die Wirtin noch, nicht die "Diretissima" hinunterzufahren, weil zu steil und zu gefährlich, sondern über eine Nebenstrasse am rechten Ortsende von Wallsee zu fahren und erst etwas später in den Donauradweg einzumünden. Guter Tipp, denn so steil wie die Strasse hier ist, muss ich nicht schwerbepackt den steilsten Weg hinunterfahren.

Der Weg nach Ardagger ist auch bald sehr gut ausgeschildert, und so nähere ich mich dem Strudengau.

Ich bin immer noch am rechten Ufer, vis a vis wird Grein sichtbar. Auf der drüberen Seite wird es eng - da sagt ein Blick auf die Karte. Bundesstrasse, Eisenbahn und Radweg auf engstem Raum.

Ich beschliesse, auf "meiner rechten" Seite zu bleiben, fahre zwar auf einer Nebenstrasse, aber es taucht nur ganz selten ein Auto auf, dafür sind heute einige Radlergruppen unterwegs. Wenn ich so auf das drübere Ufer schaue, habe ich recht gehabt - es ist ziemlich viel Verkehr auf der anderen Seite, wenn auch der Radweg auf einer getrennten Spur verläuft.

Der Weg bis Ybbs zieht sich. Die Strasse ist zwar gut zu fahren, teilweise schattig und auch der Wind ist gnädig, aber es zieht sich...

Vom Strudengau bekomme ich gar nicht soviel mit. Sorry, Strudengauer, es ist zwar eine schöne Strecke hier, die Schlögener Schlinge ist doch attraktiver.

Bald ist Persenbeug erreicht, der Radweg verläuft ein kurzes Stück auf der Bundesstrasse, aber auch hier ist fast kein Autoverkehr (ein bisschen bergauf gehts hier). In Ybbs selbst führt der Weg wieder am Donauufer entlang mit schöner Aussicht auf die Altstadt und entsprechenden Abzweigungen dorthin.

Das mache ich auch, denn der Magen meldet sich, es ist Mittagszeit. In einer Bäckerei kaufe ich die nötigen Zutaten für die Rast, die ich etwas später, bei der Eimündung der Ybbs, verbringe. Gemütliches Plätzchen, eine ruhige Bank unter grossen Bäumen. Zwischen Krummnussbaum und Pöchlarn verläuft der Radweg etwas im zick zack, auch einmal um die Ortschaft und ein paar Gehöfte herum. Es ist ganz fein zu fahren hier, und ich geniesse die idyllische Aussicht aufs andere Ufer und die Ortschaften drüben.

So schnell kanns gehen, auf einmal taucht das Stift Melk am Horizont auf. Meine Station für heute, auch wenn es erst ca. 14:00 ist, aber ich möchte endlich das Stift besichtigen.

Vorbei am Kraftwerk Melk, den Schildern Richtung Zentrum gefolgt, auf einmal bin ich schon an der Fussgängerzone angelangt. Die Quartiersuche gestaltet sich dann etwas zähe, weil einige Vermieter, ganz wie in den USA, mir das Zimmer vermieten wollen - zum Preis von zwei Personen, versteht sich.

Schliesslich werde ich fündig, ein Einbettzimmer mit nicht ganz so unverschämtem Einzel - Zuschlag. Teuer genug war es trotzdem. Dazu später mehr.

Die anschliessende Besichtigung des Stiftes war ein ganz besonderes Erlebnis. Letzlich habe ich es geschafft, nachdem ich mir seit ca. 30 Jahren diese Besichtigung vorgenommen habe.

Zu den Details des Stiftes Melk verweise ich auf die umfangreiche Dokumentation im internet, Tipps dazu auf meiner link - Seite.

Anschliessend bummle ich noch durch die Fussgängerzone, es ist ganz angenehm einmal den Hintern zu entlasten. Gemütlich auf einer Terrasse abend gegessen, Glas Wein in der Wachau (eh klar), bald zu Bett, wieder eine schöne Etappe heute.

Beim nächsten Mal würde ich wieder in Melk Station machen, aber nicht hier übernachten. Die Stiftsbibliothek, die würde ich gerne etwas genauer anschauen. Und dann das kurze Stück bis Schönbühel

weiterfahren. Schönbühel liegt unmittelbar an der Donau, hat ein paar Wirtshäuser mit Übernachtungsmöglichkeit und ist wahrscheinlich um Einiges günstiger und gemütlicher als das Zentrum von Melk. Man muss den Donauradweg eben mehrmals fahren, um alle die Feinheiten zu entdecken.

 

DRW Tag3 profil

 

DRW tag3 b1
DRW tag3 b2
DRW tag3 b3

 

Top

 

zurück

 

weiter