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Triestingau Wr.Neust.Kanal
 
Ab Liesingradweg 1. Aug.07
Triestingau - Wr.Neustädter Kanal
1. August 2007, ab Rodaun Liesingradweg
Tag 1 von 1 Auf 0 m ab 0 m
Strecke 62 km Fahrzeit 6:00
Karte Radtourenkarte Österreich 1:200000

Radweg Liesing, Eurovelo 9

Anreise/Strecke  

Treffpunkt U6 Alt Erlaa am Liesingradweg - auf diesem bis Unterlaa - rechts in die Georg Wiesmayer Gasse - vorbei am Umspannwerk Südost - über die Brücke S1 überqueren - hinunter nach Lanzendorf - dort an der Haupstrasse links und gleich rechts - kurzes Stück Bundesstrasse Richtung Pellendorf bis unmittelbar vor Bahnquerung - dort rechts Radweg Richtung Himberg (Pferdekoppel) - am Bad vorbei geradeaus langer Weg zwischen Äckern - alte Brücke über die Triesting - links nach Münchendorf - dort links der Hauptstrasse halten (Wegweiser Triestingau) - ab hier gut beschildert - Tattendorf - am südlichen Dorfende rechts (den Eurovelo verlassen), Felder, halb ums Dorf herum - breiter Feld-Schotterweg bis ampelgeregelte Kreuzung B17 - Haidhof - Brücke über Südautobahn - Baden bis Kreuzung mit dem Wr. Neustädter Kanal Radweg - Wr. Neustädter Kanal - Gumpoldskirchen - auf Höhe Laxenburg links (nach der Überquerung der Südautobahn) - unmittelbar vor Biedermannsdorf links - Mödlingbach - Mödling - am Bahnhof entlang der Südbahn (Dr. Otto Scheff Weg) Richtung Wien - dieser anfangs schöne Radweg verliert sich beim Bhf. Brunn Maria Enzersdorf- schmale Treppelwege entlang der Bahn - Brunner Feldstrasse - Autobahnzubringer zur A2 und A21 - Mühlgasse - Rembrandtgasse - Liesingradweg

rote Abschnitte = Lebensgefahr !

Beschreibung

Ein Radausflug mit Anna von den Naturfreunden sollte es heute sein. Gut gewählt der Tag, Wettervorhersage sommerlich aber nicht drückend heiss und windstill.

Der erste Teil des Radweges gehört ja schon zum Standard-Repertoire wenn man in Wien Südwest wohnt. Ungewohnt heute ist, zwischen den Feldern hinter Himberg, dass die Sonnenblumen bereits alle, wirklich alle, verdorrt sind. Wir hatten schliesslich eine lange Trockenzeit in diesem Sommer. Und ich hätte so gern ein paar dieser fantastischen Blüten fotografiert (Kamera von der Reparatur zurück, freu).

 

Dafür hatte ich heute Pfadfinderglück und mit einem kleinen Umweg in Münchendorf habe ich endlich den Radweg durch die Triestingau gefunden. Jetzt, im Nachhinein, wars eigentlich gar nicht schwer, den zu finden. Der Weg ist schön. Ruhig fliesst die Triesting dahin, ein Wasservogel auf hohen Beinen war auch da (Storch wars keiner, den kenne ich). Schön dass die Triesting dort noch die Anmutung eines fast unverbauten Gewässers hat. Und schwupps, eine Ortschaft nach der anderen wurde durchquert, und schon waren wir in Tattendorf. Hier wollten wir schön langsam den Rückweg beginnen, zweigten vom Radweg nach der Ortschaft rechts ab, und fanden einen breiten, geschotterten Weg in Richtung Baden, ohne Markierung. Der Weg ist aber so breit, dass er in der 1:200000 Karte eingezeichnet ist.

 

Dann, nach Querung der B 17, kam natürlich die Gewissensfrage: wo jetzt einkehren?

Wir entschieden uns für Gumpoldskirchen, da waren wir schon viele Jahre nicht mehr. Nach einer Ortsrunde wurden wir fündig,ein sehr netter Heuriger, Name vergessen, eh klar.

 

Gestärkt gings weiter am Kanal, Guntramsdorf, an Laxenburg vorbei, an der Kreuzung Richtung Mödling hatte ich eine zuerst gute, später verhängnisvolle Idee: links ab, den Mödlingbach entlang, auf einem sehr schönen Radweg nach Mödling. Dort am Bahnhof kurz gefragt, wie es denn weiter nach Wien gehen könnte. Auch das war noch super, denn der Radweg am Dr. Otto Scheff Weg ist eher luxuriös und entlang der Südbahn kann man sich auch kaum verirren.

 

Solange, bis der schöne Weg aus war. Irgendwo im Niemandsland vor Brunn Maria Enzersdorf. Wir haben uns dann durchgefragt, Radweg als solchen gibt es nicht, nur sehr schmale Pfade entlang der Bahn. Eigentlich als Gehweg zu schmal, und man muss sehr auf die Fussgänger Rücksicht nehmen. An dieser Stelle setzte heftiges Kopfschütteln über die sehr verworrene Planung von Radwegen ein. Das gibts doch nicht, hier im dichtbesiedelten Gebiet, zuerst eine "Radautobahn" zu beginnen, die im Nichts endet. Und mir ist es als Radfahrer ziemlich egal, auf welchem Gemeindegebiet ich mich gerade befinde, und welche Eitelkeiten die örtlichen Politiker und Planer pflegen. Nur - es sollte noch schlechter, weil lebensgefährlich, kommen...

 

Auf Umwegen sind wir dann auf die Brunner Feldstrasse gekommen. Erst war ich froh, da bin ich fast ortskundig. Leider nur fast, denn wir hätten VOR der Riesenkreuzung Autobahnzubringer links in die Alfred Feierfeil Strasse einbiegen sollen, und dort auf eine verkehrsberuhigte Zone hoffen.

So standen wir plötzlich mitten in der Kreuzung, es war ca. 17:00 im besten Berufsverkehr und hatten Angst. Angst, richtig platt gemacht zu werden, weil als Radfahrer nimmt dich dort keiner zur Kenntnis. Dabei wollten wir NIE UND NIMMER dorthin, ein paar Hinweistaferln im Vorfeld dieser Kreuzung hätten schon genügt, Radfahrer in ruhige Bereiche umzuleiten. In dieser Situation ist das Kopfschütteln von vorher zum blanken Hass auf die Planer geworden.

 

Nun, es gab doch einen Ausweg. Hinter der Tankstelle auf der Richtung Wien führenden Spur, sind Überreste eines alten Feldweges, teilasphaltiert. Man glaubt es nicht, am Ende des Feldweges in Richtung Mühlgasse, gibt es eine Ampel...dort gibts einen Knopf, mit dem man bei Bedarf die Kreuzung lahmlegen kann...dauert lange, bis sich was tut...dann hast 20 Sekunden, um in die Mühlgasse rüberzuhirschen.

Ich frage mich, wer diese Ampelschaltung abzumontieren vergessen hat, bzw. warum da kein Hinweis ist, dass es sie gibt. Die Natur hat sich dort gut erholt vom Strassenbau. Die Disteln sind mannshoch neben dem Feldweg, an der Ampel. Dort ist die letzten zehn Jahre keiner mehr hinüber gegangen/gefahren.

 

Beruhigt ging es dann, nach Verlassen der Mühlgasse, durch Rad -u. Tempo 30 Zonen zurück Richtung Liesinger Platz und damit zum Liesingradweg. Toller Ausflug heute, gesund zurückgekommen, aber mir kann keiner mehr erzählen, wie hervorragend doch unser Radwegnetz ist.

 

Die o.g. Karte ist, auf Grund des Massstabes, nicht wirklich geeignet, auch Feldwege zu erkennen (siehe Umfahrung Tattendorf und Ende des Radweges in Brunn Maria Enzersdorf). Es empfiehlt sich, eine Karte von bev oder f&b im entsprechenden Massstab 1:50000 mitzuführen, auch wenn da Radwege nicht eingezeichnet sind.

 

 

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