International
USA Franconia Notch
The Flume
Franconia Notch - The Flume
19. Juni 1998
Tag 1 von 1 Auf 00 m ab 00 m
Strecke 0 km Gehzeit 0:00
Karte WWW
Anreise/Strecke  

Ab North Woodstock/NH Pkw zum Flume Visitors Center

Beschreibung

Gestern Anreise vom Cape Cod kommend, Boston rechts liegen gelassen, durch den Seendistrict von New Hampshire hier herauf in den "Hohen Norden". Na ja, fast stimmt das ja, denn wenn einmal Warnschilder auf strassenkreuzende Elche aufmerksam machen, muss das schon nördlicher sein als zu Hause.

Frische Luft ist hier, im Gegensatz zum Cape, wo es schon sommerlich warm war. Mein Bungalow ist geräumig amerikanisch, mit Riesenfridge und ebensolchem Fernseher. Eingekauft ist auch schon (herrlich, diese amerikanischen Supermärkte), also kanns losgehen. Zum Eingewöhnen ein kleinerer Ausflug entlang und durch eine Klamm mit Wildbach und Wasserfällen, "The Flume".

 

Vom Visitors Center gehts auf einem breiten Forstweg einem Flusslauf entlang. Den möchte man besser nicht durchwaten, obwohl seicht, denn die Granitplatten sind vom Wasser spiegelglatt geschliffen. Der Wald ist dicht, überall Farn und Moos, es ist ziemlich feucht und richtig kühl hier.

Eine Besonderheit fällt auf: viele Bäume wurzeln von Felsen herab und haben den Fels mit ihren Wurzeln fest im Griff. Bis sie den Erdboden erreichen, sind oft mehrere Meter zu überwinden. Das gibts bei uns auch, aber nicht in dieser Häufigkeit und Grösse.

 

In der Schlucht wirds richtig nass, das Wasser tost herab. Ich folge Wegweisern, die eine grössere Runde versprechen (leider habe ich nur sehr dürftiges Kartenmaterial).

Die Richtung stimmt, den nach einer Weile von guten zwei Stunden erreiche ich die erste "covered bridge", die Sentinel Pine Bridge. Es passt hier einfach alles zusammen, die Wildnis, diese wunderschöne Brücke, das Rauschen des Wassers und eine ziemliche Einsamkeit.

 

Eines ist mir auch auf den späteren Ausflügen aufgefallen: je weiter weg vom Parkplatz, umso weniger Menschen wandern hier herum.

Der Weg führt weiter zu einer riesigen, vom Waser kreisrund ausgewaschenen "Badewanne", The Pool.

Granit ist hart, Wasser noch härter, wenn es ein paar Millionen Jahre lang einwirkt.

Hier sind wieder mehr Leute unterwegs. Kein Wunder, der Weg zurück zum Visitors Center ist asphaltiert und mit Schlapfen zu begehen.

 

Kurz vor dem Parkplatz mustert mich ein amerikanischer Ausflügler wegen meiner wandermässigen Ausrüstung, denkt sich sicher, ich bin der Trapper hier, und fragt allen Enstes:

"are there any mosquitos in the forest?".

Ich glaub ich höre nicht richtig, beruhige ihn aber mit der Antwort:

"you're on the safe side. I've killed 'em all".

Irgendwie mag ich die Amerikaner, auf so schräge Gedanken muss man erst einmal kommen.

 

Den Hupfer zurück nach North Woodstock (nicht zu verwechseln mit DEM Woodstock), Bungalow bewohnen, Flasche Wein aufmachen...magnificent.

 

Flume ticket

Flume Karte
The Flume
Flume Bridge
Flume Granit

 

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