| Österreich |
Unterberg |
Allgemein: Der Unterberg 1342 m, wird oft
und gern besucht. Die im O des Unterberges gelegenen Skilifte
und -pisten stören den landschaftlichen Eindruck für Wanderer.
Als Skigebiet für zwischendurch und die leichte Erreichbarkeit ab Wien ist der Unterberg gut geeignet.
Die Pisten sind im Spätwinter, wenn die Lifte schon geschlossen
sind, fantastisch für Schneeschuhwanderungen geeignet.
Landschaftlich hervorragend und ziemlich einsam sind die Routen im NW,
Richtung Gaupmannsgraben, Adamstal und Annental. Der Übergang zum
Kieneck über den Kirchwaldberg ist wunderschön und nur wenig
durch die Skianlagen gestört. Seit ca. 1999/2000 Kahlschlag am
Kirchwaldberg.
Der Anstieg von Gries ist nicht nur auf der roten Markierung möglich.
Hier bieten sich mehrere unmarkierte Forstrassen zum Aufstieg an.
Rundblick über die Gutensteiner Alpen, Rax, Schneeberg, Schneealpe,
Ötscher, Hochschwab, Türnitzer Alpen und manchmal bis Gesäuse
und Weinviertel.
Um den Unterberg ranken sich eine Menge an Sagen und Märchen. So soll sich in seinem Inneren ein See befinden, der von Zeit zu Zeit übergeht und die Umgebung überschwemmt. Drachen haben, so die Sage, die Quellen geöffnet und damit Hochwässer verursacht.
Angeblich wartet Kaiser Barbarossa hier, und nicht im Salzburger UnterSberg,
auf seine Rückkunft. Andere Erzählungen meinen, es sei nicht
Barbarossa, sondern der alte Germanengott Wotan...
Tatsächlich befinden sich im Unterberg, wie in allen Kalkstöcken,
mehrere Höhlen. Erforscht dürften die wenigsten sein. Am bekanntesten sind die
Schachthöhle (auch "Kammschacht") nahe dem Gipfel und
die Miralucke. Die Mira, so die Sage, soll ein Mädchen gewesen sein, das sich
aus verschmähter Liebe in den Berg zurückgezogen hat.
Nahe dem Unterberghaus steht die Kapelle "Maria Einsiedl",
auch "St. Maria am Unterberg". 1832 wurde hier eine Kopie der Mariazeller Mutter Gottes Statue aufgestellt. Seit damals ist der Unterberg eine Station der Mariazell - Wallfahrer.
Heute ist dies der Mariazellerweg 206.
Eine mögliche Erklärung, warum es am Unterberg und am benachbarten Kieneck zu häufigen, unvermittelt auftretenden Unwettern kommt, sind die
schweren Entladungen zwischen den feuchten Voralpen und dem trocken-heißen
pannonischen Alpenrand.
email: schutzhaus@unterberg-schutzhaus.at
internet:www.unterberg-schutzhaus.at
Übergänge: Europäischer Weg 4, gemeinsamer Wegverlauf von Voralpiner WWW 404 und Mariazeller Weg 206. Lokale Wanderwege 231 und 622. Sehr gute Markierungen. Verwirrung evtl. im Bereich des aufgelassenen Heimes Annental wegen vieler sich kreuzender Wege. Die blaue Markierung vom Gehöft Lechner Richtung Adamstal wird auf Grund von Weidezäunen leicht verloren.
